Chronik der Schießgruppe Hilbeck
des Schützenverein Hilbeck 1829 e.V.
Die ersten Schritte im Luftgewehrschießen fanden schon in den 60ger Jahren statt. Abwechselnd in dem Saal der Gaststätte Wüst und in den Räumen vom Lokal Kampschulte wurden die Luftgewehrschießen ausgetragen.
Seit 1971 veranstaltete die Avantgarde regelmäßig ein Luftgewehr - und
Kleinkaliberschießen in Kump bei Niederlaak bzw. in der Ziegeleigrube.
In den Jahren 1972 bis 1975 führte man mit der Kyffhäuser Kameradschaft Osterflierich bei der Gaststätte Niederlaak diverse Luftgewehrschießen durch.
In den Jahren 1974/ 75 wurde ein eigener Luftgewehrstand in der Scheune der Gaststätte Wüst gebaut. Rolf Wüst stellte diese der Schießgruppe zur Verfügung. An dem Bau des Standes beteiligten sich folgende Mitbürger des Dorfes:
Fritz Korte, Edmund Sudhoff und Franz Gockel führten sämtliche Holzarbeiten durch. Willy Paulsen war für die Elektrik zuständig. Ferner halfen Karl-Heinz Schulze – Bramey , Kurt Geisler, Arnold Geßler, Hartmut Hollmann und Otto Pankauke am Aufbau mit.
Dieses wurde in den Jahren so intensiv, das sich hieraus eine eigene Schießgruppe bildete.
Am 12. Juli 1975 wurde der Luftgewehrstand in der Scheune von Wüst mit einem
schmackhaften Spanferkel und ein paar Getränken zünftig eingeweiht. Zum ersten Schießwart wurde Hartmut Hollmann gewählt.
Den ersten Wettkampf bestritten wir am 03.Oktober in Werl. Das interne Pokalschießen der
Sportschützen wurde am 13. Dezember durchgeführt.
Im Jahre 1976 nahmen wir auch das Kleinkaliberschießen in Werl wieder auf.
Am 08. März wurde mit der Kyffhäuser - Kameradschaft Osterflierich der Vertrag über die kostenlosen Nutzungsrechte auf 10 Jahre unterzeichnet. In gemeinschaftlichem Arbeitsaufwand modernisierten wir den Kleinkaliberstand, und die Arbeiten konnten im November abgeschlossen werden.
Beim Michaelis - Pokal - Schießen am 24. September 1977 konnte die neu aufgestellte Damenmannschaft den 4. Platz erringen. Am Abend des 03. Dezember feierten wir mit über 40 Jung - und Altschützen den Jahresabschluß.
Vom 17. bis 19. März 1978 führten wir das Pokalschießen des Schützenvereins Hilbeck durch. Den Wanderpokal errang Walter Wunderwald. Auf Platz zwei kam Uwe Korte und auf Platz drei Frank Rolfes.
In der Woche vom 27. bis zum 30. September 1978 brachen Unbekannte in den KK-Stand ein und reger Vandalismus wurde betrieben, Fensterscheiben gingen zu Bruch. Es wurden Quarzstrahler sowie eine Bohrmaschine mit Zubehör eines aktiven Mitglieds entwendet. Es entstand ein Sachschaden von mehr als 250 DM.
Unter fachmännischer Anleitung beschichteten wir im Frühjahr 1979 das Flachdach des Vorraumes des Kleinkaliber - Standes mit Teerpappe und machten es winterfest. Im Laufe des Jahres wurden die Schutzblenden auf der 50 m Bahn ausgebessert bzw. erneuert. Gleichzeitig wurden die Elektromotoren mit Holz verkleidet. Am 7. September 1979 fand der traditionelle Grillabend mit Lagerfeuer auf dem KK-Stand statt.
Vom 21. bis 23. März veranstalteten wir wieder das Pokalschießen des Schützenvereins.
Die Schützen waren neben dem Schießen auch immer wieder mit der Instandhaltung des Luftgewehr- und dem Kleinkaliber-Stand beschäftigt.
Nach dem Motto “Wer arbeitet, soll auch Essen und Trinken“ feierten wir am 5. Juli des Jahres unser traditionelles Sommergrillen auf dem Hofe Lethaus.
Als Titelverteidiger nahmen wir gern die Einladung zum Michaelis - Pokal - Schießen am
04. September 1980 an. Im Dezember 1980 wurde die Leitung der Schießgruppe von Hartmut Hollmann an Harald Meibert übergeben.
Beim Preisschießen des Schützenvereins vom 27. bis 29. März 1981 wurde erstmals ein Wanderpokal für die Damen ausgesetzt. Ebenfalls seit März 1981 wurde der Weg zum KK-Stand als auch die Treppen repariert. Die Kartenschlitten und Zugseile wurden erneuert. Ab Juni 1981, auch teilweise schon vorher trainierten wir verstärkt das Kleinkaliberschießen. Jeweils Sonntags einmal im Monat übten wir auf dem Ziegeleigelände.
Nachdem am 02. März 1982 das Trainingsschießen auf dem Luftgewehrstand wieder aufgenommen war, wurde zunächst einmal der Stand gründlich gesäubert. Ein neuer Teilanstrich und ein Radio verbesserten die Atmosphäre. Vom 26. bis zum 28. März fand das erste Pokalschießen statt. Uwe Korte gewann zum dritten Mal infolge den Pokal. Somit ging der Wanderpokal in seinen Besitz über.
Die Führungsseile der Kartenschlitten wurden auf dem Kleinkaliberstand erneuert, das Geländer gestrichen und ein Vordach zum Schutz gegen Regen aufgebaut.
Am 02. Oktober fuhren wir als Pokalverteidiger zum Michaelis – Pokal - Schießen nach Werl. Im Oktober dieses Jahres gestalteten wir den Kleinkaliber - Stand mit einer Eckbank und Teppichen wohnlicher.
Zu den Stadtmeisterschaften, die erstmals am 5. Juni 1983 in Werl ausgetragen wurden, nahm die Schießgruppe mit neun Mannschaften und 45 Schützen in den jeweiligen Klassen teil. Am Sonntag dem 30. Oktober trafen wir uns auf dem Kleinkaliberstand, um den internen Wanderpokal auszuschießen.
Nachdem im Jahre 1984 das Vordach am Kleinkaliber - Stand komplett war, konnte das dritte Kleinkaliberschießen der ortsansässigen Vereine und Gruppen durchgeführt werden. Ute Korte errang den Titel des Stadtmeisters der Damen im Kleinkaliberschießen.
Zu einem internationalen Kleinkaliberwettkampf der Lützower - Schützen Soest ging
es am 8. Juni 1985. Von den 11 teilnehmenden Mannschaften belegten wir einen
hervorragenden 5. Platz.
Anlässlich unseres 10-jährigen Bestehens lud die Schießgruppe am 17. Juni 1985 zu
einem Frühschoppen auf dem Kleinkaliber - Stand ein.
Zum 01. Januar 1986 trat die Mitgliedschaft im westfälischen Schützenbund in Kraft.
Mit der Kyffhäuser – Kameradschaft Osterflierich wurde am 20. April der Vertrag über die Nutzung des KK-Standes um weitere 10 Jahre verlängert.
In der Zeit vom 1. bis 11. Mai nahmen wir am Mai - Pokal - Turnier des SSC - Werl teil.
Die fast 500 Schützen aus den Kreisen Soest und Hamm waren ein imposantes
Bild und ein großartiges Ereignis für uns.
Das Kleinkaliber - Dorfschießen der ortsansässigen Vereine fand vom 11. bis 13.
September 1987 statt. Sage und schreibe 32 Mannschaften mit 128 Schützen hatten
sich angemeldet.
Am 01. Oktober 1988 nahmen wir am Michaelis - Pokal - Schießen in Werl teil. Zu
unserer großen Überraschung wurde unsere Jugendmannschaft Stadtmeister. Zum
Kleinkalieberschießen auf unserem KK - Stand trafen wir uns am 30.Oktober.
Am 21. Mai 1989 hatten die Ehemaligen oder besser gesagt die Mitbegründer
der Schießgruppe zum Kleinkaliberschießen und einem gemütlichen Beisammensein eingeladen. Willi Paulsen errang den Erinnerungs-Pokal.
Vom 21. bis zum 23. September 1990 führten wir unser Dorfschießen auf dem
Kleinkaliberstand durch. 31 Mannschaften mit 120 Schützen nahmen teil. Das Schießen um den Wanderpokal im Kleinkaliber wurde am 27. Oktober auf unserem Stand ausgetragen.
Bei den Stadtmeisterschaften am 24. November sicherte sich Michael Hering
den Titel des Stadtmeisters in der Kleinkaliber-Hauptklasse.
Das Jahr 1991 fing nicht gut an. Durch eine defekte Stromversorgung fielen für längere
Zeit alle Aktivitäten aus. Mitte des Jahres wurden wir durch ein 270 m langes Kabel wieder an die Stromversorgung angeschlossen. So konnten wir vom 30. August bis zum
01.September das Dorfpokalschießen doch noch veranstalten. Durch die große Reparatur am Kleinkaliber - Stand konnten wir leider nur an drei Wettkämpfen teilnehmen.
Durch das Aufkippen von Bodenaushub in der Ziegelgrube hatten wir bereits Anfang
Mai 1992 Hochwasser auf dem Kleinkaliber - Stand. Innerhalb von zwei Tagen konnte der Schaden allerdings behoben werden. So führten wir leider auch nur drei Wettkämpfe durch.
Im Januar 1993 traf es uns schlimmer. Durch eine verstopfte Abflussleitung versank der
KK-Stand 1,50 Meter tief unter Wasser. In der Zeit vom 16. bis 23. Januar pumpten die Löschgruppen Hilbeck und Osterflierich mehr als eine Millionen Liter Wasser ab.
Durch diesen tragischen Schaden konnten nur zwei Wettkämpfen durchgeführt werden.
Durch sehr geringe Teilnahme konnten in den Jahren 1994 ein Wettkampf und 1995 kein Wettkampf bestritten werden.
Am 23. Oktober 1995 wurde auf einer außerordentlichen Versammlung diskutiert, ob die Schiessgruppe weiterhin bestehen bleiben oder aufgelöst werden sollte. Da der Vorstand nicht mehr bereit war, diese Gruppe zu führen, wurden Neuwahlen angesetzt. Zum neuen Schießwart wurde Peter Korte, als Stellvertreter Jörg Behnke gewählt.
Durch diese Umstrukturierung der Schießgruppe 1996 wurden weder Übungsstunden noch Wettkämpfe durchgeführt.
Am 08. Februar 1997 beteiligten wir uns erstmals an der Karnevalsveranstaltung in der Turnhalle und nahmen an verschiedenen Wettkämpfen teil. Da aus beruflichen Gründen Peter Korte sein Amt zur Verfügung stellte, übernahm seine Schwester Ute Korte das Amt des Schießwartes. Für das Amt des Jugendwartes wurde Volker Hellkötter vorgeschlagen und gewählt.
In der Zeit vom 01. April bis zum 8. Juni 1998 modernisierten wir den Luftgewehrstand. Die Handkurbeln wurden durch elektrische Züge ersetzt. Am 14. und 15. April nahmen wir die Einladung des MGV - Hilbeck zu einem Dart - Turnier an. Am 17. Oktober nahmen Ute Korte, Jörg Behnke, Michael Päuser und Sandy Wegner am ersten Schießleiterlehrgang in Sönnern erfolgreich teil.
Am 14. April 1999 ermittelten wir zum ersten Mal den Schüler - und Jugendprinzen und fuhren am 08. Mai zum Jungschützentag des Bezirkes Werl - Ense. Dennis Korte wurde hier zum Bezirksjungschützenkönig proklamiert und durfte den Bezirk beim Diözesan - Schüler - Prinzen - Schießen vertreten. Bei diesem Wettkampf konnte er sich ebenfalls durchsetzen und wurde Diözesan - Schüler - Prinz. Als erster Schülerprinz des Bezirkes nahm er am Bundes - Schüler - Prinzen - Schießen in Mayen teil.
Am 24. April 1999 nahm die Schülermannschaft am Fußballturnier in Westönnen teil und belegten den 4. Platz.
Premiere feierte die Schießgruppe am 06. August beim Schützenfest in Hilbeck.
Zum ersten Mal marschierten wir im Schützenumzug durchs Dorf mit. Aus diesem Anlass hatten wir uns extra grüne Kittel und ein Schießgruppenemblem zugelegt.
Beim 20-jährigen Bestehen des Ponyhofes in Hilbeck am 20. April 2000 war eine Abordnung von uns vertreten. Am gleichen Tag nahm Ute Korte, an einem 24 Stunden - Schießen in Kamen teil. Sie belegte einen sehr guten 14. Platz von 1048 Schützen.
Seit April 2001 ermittelten die Ü 30 in einer internen Meisterschaft der über 30-jährigen den Meisterschützen. Am Ende des Wettkampfes hatte erstmals Martin Tenner das beste Trefferglück.
Bei den Schützenfesten in Osterflierich, Süddinker und Werl nahmen wir mit unserer Schießgruppe teil. Im Laufe des Jahres nahmen wir an verschiedenen Wettkämpfen, zum Beispiel Bezirksschießen oder Michaelis-Pokalschießen, teil. Am 9. Juni 2001 hatten wir ein Vergleichsschießen mit der Avantgarde Hilbeck.
Beim Schützenfest Hilbeck marschierten wir mit einer starken Schießgruppe im Festumzug mit.
Am 20. April 2002 führte die Ü 30 ihr Meisterschützenschießen durch. Erstmals wurde der König durch einen Styroporvogel ermittelt. Den goldenen Schuss setzte Frank Arnrich.
Beim Gästepokalschießen am 01.Mai 2002 in Bochum - Eppendorf beteiligten wir
uns mit einer großen Abordnung. Die Rundenwettkämpfe des Bezirkes - Werl - Ense
wurden vom 02. bis 04.September auf unserem Schießstand durchgeführt.
Vom 6. bis 8. September 2002 fuhr die Ü 30 Truppe nach Willingen-Schweinsbühl.
Im Dezember übergab Ute Korte aus beruflichen Gründen die Leitung an Jörg
Behnke. Weiterhin ist Ute Korte aber für die Schießgruppe Hilbeck im Bezirksvorstand tätig.
Das alljährliche Prinzenschießen fand am 19. und 26. Februar 2003 statt. Ohne Erfolg.
Das Meisterschützenschießen 2003 fand am 3. Mai auf dem Luftgewehrstand statt. König wurde Markus Squar. Zu seiner Königin erkor er sich Olaf Lehn, der an diesem Abend ein besonders schönes Kleid trug.
Wie auch in den letzten Jahren führten wir am 13. und 14. Juni unser Dorfpokalschießen durch. Das Schützenfest begann für uns mit Formalausbildung gemeinsam mit der Avantgarde, und im Festumzug waren wir wieder zahlreich vertreten.
Der Ü 30 Ausflug ging am 31. August 2003 mit einem Boot über den Kanal Richtung Schiffshebewerk Henrichenburg.
Auch in diesem Jahr wurde an diversen Bezirksschießen teilgenommen, leider ohne nennenswerten Erfolgen, und zurück.
Das Ü 30 Meisterschützenschießen führten wir am 1. Mai 2004 durch. Heiko Knepper hatte dieses Mal das Glück auf seiner Seite und wurde König.
Auf Bezirksebene nahmen wir an verschiedenen Wettkämpfen teil, leider wieder ohne Erfolge.
Zum Schützenfest 2004 wurde uns unsere erste Fahne übergeben. Mit diesem äußeren
Zeichen wollen wir uns noch besser bei den Ausmärschen repräsentieren. Durch die
Schießgruppe möchten wir versuchen, die Jugend des Dorfes in das Vereinsleben des Schützenvereines und in den Schützensport zu integrieren.
Wir hoffen, daß wir die Zukunft gemeinsam und erfolgreich meistern werden.
Im Jahr 2005
Franz - Josef Hassing
2. Schießwart
SCHÜTZENVEREIN HILBECK 1829
